Einordnung

Im Schuljahr 2022/2023 unterrichte ich mehrere neunte Klassen in Geschichte. Im großen Themenbereich des Ersten Weltkriegs standen auch “Kolonialismus” und “Imperialismus” auf dem Plan. Da ich zum ersten Mal mit dem neuen Geschichtsbuch Zeiten und Menschen (Westermann) unterrichtete, wollte ich sowieso etwas genauer schauen, wie das Thema aufbereitet ist. Daraus ergab sich, dass wir im Unterricht oft auf eine Art Meta-Ebene kamen und das Material, die Aufgabenstellungen und auch unsere eigenen Denkweisen wie auch mögliche Stereotype hinterfragten – darüber berichtete ich auch regelmäßig in den Stories auf Instagram.

In einer Klasse ist dann die Idee entstanden, das gewonnene Wissen als Blogartikel zu “verarbeiten”, um auch andere Jugendliche darüber zu informieren. Der nun folgende Großteil des Artikels ist also in Schülerhand entstanden, sie bekommen meine Plattform zur Veröffentlichung. Am Ende des Artrikel gebe ich noch ein Fazit zu diesem Mini-Projekt.

Einleitung

Im Geschichtsunterricht haben wir uns in den letzten Wochen mit der kolonialen Vergangenheit beschäftigt und uns schließlich dazu entschieden, einen Blogartikel zu diesem Thema zu verfassen.

In den folgenden Texten klären wir unter anderem Fragen wie: “Warum hatte man Kolonien? Wer besaß welches Land und wie ist es heute? Was sind Folgen für die Kolonien und Kolonialmächte?”. Außerdem schreiben wir über Konflikte und Kriege wie zum Beispiel den Herero-Aufstand und über Persönlichkeiten, die eine große Rolle in der Kolonialzeit gespielt haben.

Entwicklung vom Kolonialismus und Imperialismus

Der Kolonialismus in seiner ersten Welle, die bis zum Jahr 1800 andauerte, bezieht sich auf die Ausdehnung europäischer Mächte in Überseegebiete durch Eroberung, Besiedlung und Ausbeutung von Ressourcen. In dieser Zeit lag der Fokus hauptsächlich auf dem Handel.

Im 19. Jahrhundert trat der Imperialismus auf, der eine Weiterentwicklung des Kolonialismus darstellte. Beim Imperialismus ging es nicht mehr an erster Stelle um den Handel, sondern auch um politische und wirtschaftliche Kontrolle über die kolonisierten Gebiete. Die europäischen Mächte strebten nach Ländereien und dominierten strategische Regionen, um ihren Einfluss auszudehnen.

Der Imperialismus war geprägt von Machtkämpfen zwischen den europäischen Mächten um globale Vorherrschaft, dem Streben nach Rohstoffen für die industrielle Produktion und nach neuen Absatzmärkten. Es führte zu einer verstärkten Kolonisierung von Gebieten in Afrika, Asien und Ozeanien (= Australien und Inselwelt drumherum).

Imperialismus und Kolonialismus sind eng miteinander verbunden, da der Imperialismus als eine fortgeschrittene Phase des Kolonialismus betrachtet wird. Der Imperialismus war durch eine intensivere politische und wirtschaftliche Kontrolle sowie eine Ausweitung des Territoriums gekennzeichnet und hatte weitreichende Auswirkungen auf die betroffenen Gebiete und vor allem deren Bevölkerung.

Quellen:

Die Verteilung: Wer besaß welches Land?

Die Aufteilung der kompletten Welt um 1914 kann man auf dieser Karte sehr gut sehen. Wir stellen den Kontinent Afrika in den Fokus:

Quelle: Von Frank Murmann (Diskussion · Beiträge) – selbst vektorisiert, Vorlage: Bitmap von Benutzer:Tristan-baeu und Africa location map.svg by Eric Gaba (Sting – fr:Sting), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17213652

Nach vielen Streitigkeiten, wer welches Stück Land für sich beanpruchen konnte, sei es durch gewaltsame Eroberung oder oftmals scheinheilige “Verträge”, gab es auf der sogenannten “Kongo-Konferenz” (1884/85) eine Art “diplomatische” Aufteilung Afrikas. Teilnehmende Staaten waren die USA, das Osmanische Reich, Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Portugal, Russland, Spanien und Schweden-Norwegen. Man kann schnell erkennen, wie viel afrikanische Staaten an der Konferenz teilnahmen… Der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck leitete die Konferenz in Berlin – daher wird sie auch Berliner Konferenz genannt.

Das Ergebnis

Die Kongo-Konferenz endete am 26. Februar 1885 mit der Verabschiedung der sogenannten “Generalakte”. Dabei wurden die wesentlichen Grundsätze festgelegt: 

1. Die europäischen Mächte dürfen freien Handel betreiben. Die Verkehrswege dürfen ebenfalls von den Mächten frei benutzt werden. 

2. Besetzte Gebiete dürfen in Afrika von Staaten benutzt werden. Dafür war die Vorraussetzung, dass alle Teilnehmer der Konferenz einverstanden sein müssen.

3. Wenn die Kolonialmacht in seinem Gebiet eine Verwaltung aufgebaut hat, galt es als rechtmäßiger Besitz. Das Gebiet galt dadurch nicht mehr als unbesetzt und sollte von anderen Kolonialmächten respektiert werden.

Vor allem der dritte Punkt fürhte dazu, dass die Kolonialmächte so schnell sie konnten eine Verwaltung in den jeweiligen Gebieten errichteten. Außerdem hatte die Konferenz in Afrika einschneidende (bis heute spürbare) Folgen: traditionelle Kulturen und Herrschaftsformen wurden zerstört, ehemalige Grenzen einfach neu gezogen.

Quellen:

Die Motive: Warum hatte man überhaupt Kolonien?  

Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert gründeten Europas damalige Großmächte, wie Großbritannien, Frankreich, Portugal und Spanien überall auf der Welt Kolonien, da sie der Meinung waren, dadurch mehr Einfluss und mehr Platz für die eigenen Menschen zu haben.

Ende des 19. Jahrhunderts versprachen sich die Deutschen von den Kolonien auch einen wirtschaftlichen Vorteil und hofften auf einen gesicherten Absatzmarkt für deutsche Produkte in den Kolonien. Dadurch, dass sie jetzt selbst Rohstoffe besaßen, wie zum Beispiel Metalle und Holz, wollte man nicht mehr mit der Abhängigkeit vom Ausland leben und so auch Vorteile zum Beispiel beim Zoll haben.

Weitere Motive für Kolonien waren, dass Kolonien als Statussymbol galten. Auf Deutschland bezogen hieß das: “Wenn die anderen Kolonien besitzen, brauchen wir auch welche, um dazu zu gehören.”

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By © Sam Gamdschie / Wikipedia – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23995684

Außerdem wird ein Aspekt meist positiv hervorgehoben: Es wurden in den Kolonien Häfen, Krankenhäuser und ein Schienennetz gebaut sowie ein Rechts- und Bildungssystem und christliche Religion eingeführt. Es gab auch einige Berichte über Migration in die Kolonien. Beispielweise hofften einige meist mittellose Deutsche durch den Umzug in eine Kolonie auf ein besseres Leben in einem anderen Land.

Eine sagen wir interessante Persönlichkeit haben wir bei der Recherche gefunden: Bruce Gilley war Professor der Politikwissenschaft an der Portland State University. Als er in Hongkong als Journalist arbeitete, begann er sich für den Kolonialismus zu interessieren. Sein Artikel “The Case of Colonialism” im Jahr 2017 erhielt internationale Anerkennung, aber auch viel Kritik. Zeitweise musste er seinen Artikel sogar zurückziehen, hat ihn dann aber wieder neu veröffentlicht.

Bruce Gilley schreibt, dass die Kolonialzeit, insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg, die erfolgreichste Periode der kolonisierten Länder gewesen sei im Hinblick auf Lebenserwartung, Nahrungsmittelproduktion, Bevölkerungswachstum, Bildung, Einkommenssteigerungen, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.

Er verurteile zwar den Völkermord, glaube aber dennoch nicht, dass Kolonialismus ein “moralischer Fehler” sei.

Quellen:

Konflikte und Kriege

Vor über 100 Jahren rebellierten einige afrikanische Stämme – beispielsweise gegen ihre deutschen Kolonialherren. Diese Kolonialherren reagierten auf die Angriffe meist mit enormer Brutalität.

Der Herero-Aufstand

Am 12. Januar 1904 begann das Volk der Herero mit dem Kampf gegen die Unterdrückung, indem es koloniale Einrichtungen angriff. Sie belagerten Militärposten, blockierten Eisenbahnlinien und überfielen Handelsposten. In den ersten Kriegsmonaten dominierte das Volk der Herero den Konflikt mit den deutschen Kolonialmächten.

Vertreter des Deutschen Reiches wurden von dem Aufstand überrascht. Theodor Leutwein, Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, erhielt den Auftrag, den Aufstand militärisch niederzuschlagen – ohne Erfolg. Im Mai 1904 ging das Kommando an Generalleutnant Lothar von Trotha über. Von Trotha stellte den Konflikt bewusst als einen Vernichtungskampf dar. Die 2.000 Mann starke kaiserliche Schutztruppe, verstärkt durch 14.000 Soldaten, ging brutal und hart gegen die Rebellen vor.

Die deutschen Soldaten trieben die Herero-Familien in die Wüste und sperrten die Überlebenden in Konzentrationslagern ein, ohne ausreichende Nahrung oder Wasser. Tausende Herero verhungerten, verdursteten oder starben an Krankheiten. Berichte über systematische Vergewaltigungen, Folter und willkürliche Hinrichtungen häuften sich. Insgesamt schätzt man, dass etwa 80.000 Herero, das sind etwa 80% der Bevölkerung, durch den Völkermord ums Leben kamen.

Die Nama

Die Nama, eine andere indigene Volksgruppe, rebellierte gegen die deutsche Kolonialherrschaft aufgrund ähnlicher Gründe wie die Herero: Landraub, Unterdrückung und Ausbeutung. Der Aufstand begann parallel zum Herero-Aufstand, jedoch wandten die Name eine Art Guerilla-Kampftechnik an und nutzten aufgrund der Erfahrungen der Herero die Umgebung für Angriffe aus dem Hinterhalt aus. Aber auch dieser Aufstand wurde ebenso brutal unterdrückt. General von Trotha verfolgte die Nama mit gleicher Grausamkeit, tötete viele und zwang Überlebende in die Reservate. Letztendlich wurden auch die Nama-Gebiete von den deutschen Kolonialtruppen kontrolliert. Der Aufstand endete mit der Unterwerfung der Nama und hatte ähnlich verheerende Auswirkungen auf ihre Kultur und Lebensgrundlagen wie beim Herero-Völkermord.

By Unknown author – Der Spiegel, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76347791

Maji-Maji-Aufstand

Der Maji-Maji-Aufstand fand von 1905 bis 1907 in Deutsch-Ostafrika (heutiges Tansania) statt. Die Ursache war ebenfalls die Ausbeutung und Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung durch deutsche Kolonialherren, insbesondere die Zwangsarbeit auf den Plantagen. Der charismatische Führer Kinjikitile Ngwale predigte, dass das Trinken von magischem Wasser (Maji-Maji) die einheimischen Aufständischen unbesiegbar machen würde. So begann der Aufstand und weitete sich aus, sodass sich verschiedene Stämme dem Aufstand gegen die Kolonialmacht anschlossen. Obwohl die Aufständischen anfangs einige Siege errangen, wurden sie letztendlich brutal niedergeschlagen. Schätzungsweise 75.000 bis 300.000 Einheimische wurden getötet.

Quellen:

  • Westermann, Zeiten und Menschen, Bd. 3, S. 28-29
  • ChatGPT

Folgen für Kolonien und (ehemalige) Kolonialmächte

Nach Abzug der Kolonialherren und der Erklärung ihrer Unabhängigkeit kämpften viele ehemalige Kolonien mit Armut und großen Wohlstandsunterschieden.

Die Commonwealth-Staaten, also die Staaten, die dem britischen Kolonialreich angehörten, sind seit 1950 nicht mehr verpflichtet, das britische Königshaus als sein Oberhaupt anzusehen.

Oftmals werden heute Entschädigungen gezahlt. Beispielsweise hat Deutschland einen Betrag in Höhe von 1,3 Mrd € an die ehemaligen deutschen Kolonien geschickt, um offiziell um Vergebung zu bitten.

Wir fragen uns: einfach nur Geld zu geben; ist das damit ok, ist das eine echte Entschuldigung?

Quellen:

Umgang mit dem “Erbe”

Beispielsweise verweisen wiele Straßennamen in Deutschland auf das koloniale Erbe der Vergangenheit. So zum Beispiel in Berlin, Hamburg, München und auch bei uns in Duisburg. Die Straßen erhielten diese Namen bereits während der Kolonialzeit, manche wurden auch während der NS-Zeit vergeben.

By Chrischerf – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32389862

Die am häufigsten gewählten und bekannten Akteure sind Carl Peters, Adolph Lüderitz und Gustav Nachtigal. Daher kommt es auch immer mehr zu Umbenennungen der Straßen heute. Wer waren diese drei Männer?

Carl Peters war ein deutscher Forschungsreisender, Diplomat und Kolonialist im 19. Jahrhundert. Als Gründer der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft spielte er eine entscheidende Rolle bei der Gründung deutscher Kolonien in Ostafrika. Peters’ Vorgehen in der Region war jedoch von Grausamkeit und Brutalität geprägt, was zu Konflikten mit anderen Kolonialverwaltungen und einem schlechten Ruf führte. Er wurde 1891 aufgrund von schlechten wirtschaftlichen Entscheidungen und menschenunwürdigen Handlungen aus seinem Amt als Gouverneur entlassen. Trotz seiner umstrittenen Rolle in der Kolonialgeschichte bleibt Peters eine kontroverse Figur, die das Erbe der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika mitgeprägt hat.

Adolph Lüderitz war ein deutscher Kaufmann, der im 19. Jahrhundert eine entscheidende Rolle in der Kolonialisierung Namibias spielte. Er erwarb 1883 von den einheimischen Nama-Landbesitzern das Gebiet um die Lüderitzbucht, das später als Deutsch-Südwestafrika bekannt wurde. Durch den Handel mit Waren und Diamanten entwickelte sich die Region wirtschaftlich. Seine Aktivitäten trugen zur späteren Gründung der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft bei, die weitere Kolonialausdehnungen aufgrund wirtschaftlicher Interessen vorantrieb. Lüderitz’ Handlungen und die der nachfolgenden deutschen Kolonialmacht führten jedoch zu großen Ungerechtigkeiten und brachten viel Leid für die einheimische Bevölkerung.

Gustav Nachtigal war ein deutscher Forschungsreisender und Diplomat im 19. Jahrhundert. Er unternahm mehrere Forschungsreisen nach Afrika, um das Innere des Kontinents zu erforschen. Nachtigal spielte eine wichtige Rolle in der deutschen Kolonialgeschichte, als er 1884 im Auftrag des Deutschen Reiches Verträge mit afrikanischen Herrschern abschloss und Togoland sowie Kamerun als deutsche Kolonien aufbaute. Er wurde später zum ersten Reichskommissar in Deutsch-Ostafrika ernannt. Obwohl er als Entdecker und Forscher anerkannt ist, war seine Rolle in der Kolonialisierung ebenfalls kontrovers und führte zu Unruhen und Unrecht gegenüber den einheimischen Völkern.

Auch einige deutsche Universitäten beziehungsweise manche Abteilungen spielten eine wichtige Rolle in der Kolonialzeit:

An der Uni Köln zum Beispiel wurde eine Unterabteilung der Deutschen Kolonial-Gesellschaft gegründet (1888). Kurze Zeit später wurde hier sogar ein “Kolonial-Wirtschaftliches Komitee” eingerichtet, in dem angesehene Familien der Stadt Mitglied waren. Da waren einderseits die Oppenheims, die selbst Plantagen in Afrika besaßen, und die Brüder Stollwerck, die Rohstoffe aus den Kolonien für ihre Schokoladenfabrik benötigten.

Koloniale Themen wie Geschichte, Politik und Handel mit Kolonialgütern waren auch Teil des Studiums, wenn man Beispiel an der Handelshochschule in Köln studierte.

Während der Kolonialzeit wurden viele Kunstschätze aus Afrika gestohlen. Diese lagern jetzt in Archiven oder Museen auf der ganzen Welt. Das Völker-Museum Hamburg will nun z.B. Fotografien veröffentlichen, die sie schon seit 1927 besitzen.

Quellen:

Fazit

Wie bereits erwähnt, ergab sich die Idee des Blogartikels aus dem Unterricht heraus. Über ein gemeinsames Dokument haben wir Themen gesammelt und erste Schritte überlegt, wie wir vorgehen wollen. Das sah so aus:

Diese Zusammenstellung war eine Mischung aus Interesse und einer möglichen Gliedeurng, die das Geschichtsbuch bot. Die Schülerinenn und Schüler haben sich dann den Themen zugeordnet, die sie barbeiten und recherchieren wollten (die Namen sind schwarz verdeckt).

Im dort erwähnten “Textmodul” bei iServ sammelten sie ihre Links und dorthin kopierten sie auch ihre verfassten Texte. Auch hier mussten wir bei manchen Dingen nochmal umformulieren, weil Manches doch zu nah am Originaltext war:

Das Textmodul basiert auf einem sogenannten “Etherpad”. Das hat z.B. den Vorteil, dass man die Autoren an den unterschiedlichen Farben erkennen kann. Da sie alle über iServ angemeldet sein müssen, sieht man auch, wer was geschrieben hat – oder auch gelöscht. 😬

Insgesamt hatten sie 3 x 70 Minuten Zeit, um alles zu recherchieren, zu tippen und zu überarbeiten. Das sind bei unserem Modell drei Wochen, die ich für dieses Projekt von der eigentlichen Zeit “abzwackte”. Um das Thema wirklich noch mehr zu durchdringen und auch die heutigen Folgen zu verstehen, braucht man definitiv noch mehr Zeit, die ich im regulären Geschichtsunterricht leider nicht habe. Ich sage oft, da könnten wir uns mindetens ein ganzes halbes Jahr mit beschäftigen. Leider können wir viele Themen aber nur anreißen und damit zum Nachdenken anregen.

Allerdings wähle ich den heutigen Tag nicht zufällig als Veröffentlichungsdatum: Aminata Bellis Dokumentation “Deutsche Schuld – Namibia und der Völkermord” ist ab heute in der ARD-Mediathek verfügbar. Ich habe vor, in den nächsten Tagen mit allen mittlerweile Zehntklässlern, die das Thema ja noch vor den Sommerferien behandelten, die Doku in der Schule zu schauen. Ich denke, das sind gut investierte 45 Minuten, über die man gut diskutieren kann.

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