Lernen der Zukunft – Kongress in der Villa Wewersbusch

Ich kann von einem tollen Workshop-Wochenende berichten! Zum zweiten Mal in Folge durfte ich an dem Kongress in der Villa Wewersbusch in Velbert-Langenberg  teilnehmen, der auch diesmal alle Register ziehen konnte: Top Organisation, Input, Kontakte und Verpflegung. Man fühlte sich durchweg wohl!

Auch ich durfte dieses Mal einen kleinen Workshop geben – aber dazu später mehr.

Donnerstag – Barcamp

Der Donnerstagabend stimmte mit dem Barcamp schon gut auf das Wochenende ein. Da ich am Freitag noch Unterricht hatte, konnte ich die Themen nur auf Twitter mitverfolgen, was aber schon viel Gutes versprach:

Freitag – Workshop-Tag 1

Mein eigener Empfang am Freitagmittag war direkt grandios: Man begrüßte sich wie alte Bekannte, ich konnte mein Internatszimmer beziehen (yeah!) und das Mittagessen war angerichtet. So traf ich auch schon die ersten Twitter-Freunde in echt. Schön! Bei so viel positiver Energie war meine Erkältung vom Anfang der Woche wie weggeblasen.

Los ging es für mich mit dem Speed-Apping: Jeder App-Anbieter hatte fünf Minuten Zeit die App vorzustellen. Die Minuten vergingen wie im Flug! Meine besonderen Highlights:

  • Jonathan, Schüler der Villa, erklärte uns ganz selbstverständlich die App Aurasma (Augmented Reality)

Im Anschluss besuchte ich meinen ersten Workshop, den Florian Bremer  zum Raspberry Pi anbot. Die Grundlagen des Katz-und-Maus-Spiel habe ich verstanden 😁

Zum Abschluss des ersten Workshop-Tages informierte ich mich über Medienkompetenz als Schulfach. Felix Kolewe, selbst Lehrer an der Villa, stellte das hauseigene Curriculum mit allen Tipps und Überlegungen vor:

„Die dunkle Seite der Macht hält uns auf“ sagte Felix Kolewe bezüglich digitaler Medien in der Schule.

 

Damit war der Tag ja aber noch lange nicht vorbei. Beim Networking und Kaminabend kamen uns noch so manche Ideen, die demnächst in die Tat umgesetzt werden. Mit Björn Nölte (Doppel-Ö bitte nicht vergessen!) habe ich da einen guten Projektpartner gefunden. Stay tuned 😃

Alicia und ich mussten unserer Kreativität mit Snapchat und Musical.ly noch etwas freien Lauf lassen:

Samstag – Workshop-Tag 2

Zum Einstieg in den nächsten Workshop-Tag durfte ich erst einmal spielen. Steffi Ueberjahn, ebenfalls Lehrerin an der Villa, stellte Quiz-Apps für den Unterricht vor: Kahoot, Quizlet und Socrative. Noch nicht eingesetzt hatte ich Socrative, was ich in den nächsten Wochen aber nachholen werde, ebenso wie den neuen Jumble-Modus von Kahoot.

Bei solchen Veranstaltungen trifft man ja auch immer die “Stars der Szene”. Mathe-YouTube-Star Daniel Jung war ebenfalls auf dem Kongress und hat Vorträge zu “WeQ statt IQ” gehalten. Tolle, charismatische Show! Ich habe auch verstanden, dass das Wissen heutzutage auf mehr Personen verteilt ist und wir zusammen stark sind. Um ehrlich zu sein, weiß ich aber nach den 50 Minuten trotzdem nicht, was sein Ziel ist. Dass auch immer mehr Lehrer mit ihm Selfies machen wollen, habe ich aber behalten 😎

Nun habe ich meinen eigenen Workshop zu QR-Codes geben dürfen. Ich wollte ihn bewusst sehr praxisnah gestalten und so anlegen, dass auch Einsteiger alles direkt ausprobieren können. Ich glaube, das ist mir gelungen, die Rückmeldungen sind positiv. Wer auch Interesse hat, hier findet man die Präsentation.

Ein ganz tolles Konzept konnte ich im Anschluss kennenlernen: Lernateliers der Schule Raiffeisen-Campus (hier die Präsentation). Kurz gesagt: An 2-3 Stunden des ingesamt sechsstündigen Schultages lernen die Schüler fächerübergreifend Inhalte, die in eine Geschichte eingebunden sind. So erleben sie z.B. das Schicksal von Bauer Shang, der mehr Reisfelder benötigt, um seine Familie zu ernähren. Indem sie ihm “helfen”, lösen sie Aufgaben der Mathematik, lernen chinesische Geschichte und die pentatonische Musiktheorie kennen. Hört sich wirklich toll an, ich würde mir die Arbeit gern mal vor Ort anschauen!

Bevor ich ein zweites Mal meinen Workshop gab, erzählte der Bonner Lehrer Tiemo Duarte über Apps für den Fremdsprachenunterricht. Einige waren mir zwar schon bekannt, dennoch konnte ich Tipps und Tricks mitnehmen. Eine Auswahl (Achtung, die meisten Apps gibt es nur für iOS!):

Zum Sprechen Üben:

Weitere Apps:

  • Popplet
  • Word Cloud (hier gibt es viele Varianten, einfach testen!)

Aufgrund des vielseitigen Angebots hätte man sich also am besten klonen können müssen, um alles selbst live mitzuerleben. Dafür waren einerseits viele Teilnehmer aber so nett und haben fleißig getwittert und die Lehrer der Villa haben viele Veranstaltungen aufgenommen oder live über Periscope zugänglich gemacht:

Viele Teilgeber haben ihre Präsentationen ebenfalls online für alle verfügbar gemacht, sodass wir alle daran teilhaben können. Top!

Insgesamt also ein wirklich tolles Wochenende! Es steht sogar noch ein Projekt für ein Online-Lateinbuch mit einer der Schülerinnen, Chiara Schauwecker, an (ein totaler Keynote-Pro!). Mal sehen, was wir uns da so ausdenken 😊 So geht man wirklich motiviert zurück in den Schulalltag.

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